Was 2018 für alle Steuerpflichtigen wichtig ist

 

 

Grundfreibetrag steigt weiter

Der Grundfreibetrag steigt 2018 um 180 Euro auf 9.000 Euro. Erst bei Einkommen darüber hinaus fällt Einkommensteuer an. Zusätzlich wird die Inflationsrate beim Steuertarif berücksichtigt. Die tatsächliche steuerliche Entlastung fällt allerdings eher gering aus. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro bleiben rund 154 Euro Einkommensteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) mehr im Portemonnaie als 2017, bei 30.000 Euro lediglich 75 Euro mehr.

Kindergeld wird erhöht

Pro Kind gibt es 2018 monatlich 2 Euro mehr Kindergeld. Somit steigt es für das erste und zweite Kind auf jeweils 194 Euro, für das dritte Kind auf 200 Euro und ab dem vierten Kind auf 225 Euro. Auch der Kinderfreibetrag je Kind und Elternteil erhöht sich: von 2.358 Euro auf 2.394 Euro. Einzig der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes bleibt unverändert bei 2.640 Euro.

Unterhaltshöchstbetrag wird angehoben

Aufwendungen für den Unterhalt oder die Berufsausbildung eines gesetzlich Unterhaltsberechtigten dürfen als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden. Der abziehbare Höchstbetrag wird - entsprechend der Anhebung des Grundfreibetrags – in 2018 von 8.820 Euro auf 9.000 Euro angehoben.

Mehr Unterhalt für minderjährige Kinder

Die Unterhaltssätze werden je nach Alter des Kindes und Einkommensgruppe des Unterhaltspflichtigen monatlich um sechs bis zwölf Euro angehoben. Ab dem 1. Januar 2018 steigt der Mindestunterhalt für Kinder der ersten Altersstufe (0 bis 6 Jahre) auf 348 Euro, für Kinder der zweiten Altersstufe (6 bis 12) auf 399 Euro und für Kinder der dritten Altersstufe (12 bis 18) auf 467 Euro. Auf diese Bedarfssätze ist im Regelfall das staatliche Kindergeld hälftig anzurechnen. ...weiterlesen

Neue Pauschbeträge bei Auslandsreisen

Bei Dienstreisen ins Ausland dürfen für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten länderspezifische Pauschbeträge geltend gemacht werden. Diese werden jedes Jahr vom Bundesfinanzministerium aktualisiert. Für nicht aufgeführte Länder sind die für Luxemburg geltenden Pauschbeträge maßgebend: 130 Euro für Übernachtungskosten (102 Euro in 2017) und wie bisher 32 Euro bei eintägigen Dienstreisen mit einer Abwesenheitsdauer von mehr als 8 Stunden sowie An- und Abreisetagen bzw. 47 Euro bei einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden (mehrtägige Dienstreisen).

Riesterförderung wird verbessert

Die Grundzulage wird ab 2018 von 154 Euro auf 175 Euro erhöht, die Kinderzulage beträgt wie bisher 300 Euro je Kind (165 Euro für vor dem 1. Januar 2008 geborene Kinder). Kleinbetragsrenten aus Riester-Verträgen dürfen mit einer Einmalzahlung zu Beginn der Auszahlungsphase abgefunden werden. Die Auszahlung ist zwar voll steuerpflichtig. Sie wird jedoch durch die sogenannte Fünftelregelung ermäßigt besteuert. Betriebliche Riester-Renten sind in der Auszahlungsphase nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragspflichtig.

Mehr Beiträge zur Rürup-Rente und gesetzlichen Altersvorsorge abziehbar

Auch im Jahr 2018 steigt der Prozentsatz der steuerlich abziehbaren Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu landwirtschaftlichen Alterskassen, zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen und zu Rürup-Renten (sogenannte Basisaltersvorsorge) um 2 Prozentpunkte . In 2018 sind 86 % der Beiträge abziehbar, maximal 86 % des Höchstbetrags zur knappschaftlichen Rentenversicherung, d. h. 86 % von 23.712 Euro.

Neue Steuererklärungsfristen erst ab dem nächsten Jahr

Obwohl das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens bereits 2016 verabschiedet wurde, gelten die neuen Abgabefristen für die Steuererklärungen noch nicht für die Steuerklärung für 2017. Diese müssen Steuerpflichtige, die nicht steuerlich vertreten werden – wie bisher üblich – bis zum 31. Mai 2018 einreichen. Erstmalig gilt die um zwei Monate verlängerte Frist für die Steuererklärung 2018. Damit muss die Erklärung für 2018 erst bis zum 31. Juli 2019 abgegeben werden. Ungeachtet dieser Gesetzesänderung ist die Finanzverwaltung weiterhin berechtigt, bereits vorzeitig eine Steuererklärung anzufordern.

Neues Mutterschutzrecht ab 2018

Ab dem 1. Januar 2018 gilt ein geändertes Mutterschutzgesetz (MuSchG). Neu ist vor allem, dass künftig nicht nur Arbeitnehmerinnen zum geschützten Personenkreis gehören. Damit unterfallen ab dem 1. Januar 2018 beispielsweise auch Fremdgeschäftsführerinnen und Gesellschafter-Geschäftsführerinnen einer GmbH, die aufgrund ihrer Beteiligungshöhe als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte anzusehen sind, dem MuschG. Auch Praktikantinnen, Schülerinnen und Studentinnen fallen künftig unter das MuSchG. Sie haben allerdings keinen Anspruch auf finanzielle Leistungen und keinen Sonderkündigungsschutz. Weitere Änderungen gibt es beispielsweise bei der Gefährdungsbeurteilung und beim Verbot von Nacht- und Sonntagsarbeit. ...weiterlesen

Altanlagen aus Investmentfonds werden steuerpflichtig

Am 1. Januar 2018 ist der Bestandsschutz für vor 2009 erworbene Fondsanteile entfallen.  Veräußerungsgewinne aus solchen Altanteilen werden damit künftig steuerpflichtig, allerdings nur soweit die Wertsteigerungen nach 2017 eingetreten sind. Wertsteigerungen bis zum 31. Dezember 2017 bleiben hingegen steuerfrei. Ab dem 1. Januar 2018 anfallende Wertsteigerungen unterliegen dann beim Verkauf der Abgeltungsteuer. Allerdings gibt es einen einmaligen Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro für Gewinne aus der Veräußerung von vor 2009 erworbenen Investmentanteilen. ...weiterlesen

Fondserträge werden anders besteuert

Auch die laufende Besteuerung von Investmentfonds ändert sich. Fondserträge werden künftig nicht mehr direkt dem Anleger zugerechnet, sondern beim Fonds besteuert. In einem zweiten Schritt werden die Wertsteigerungen dann beim Fonds-Anleger für alle Investmentfonds (in- und ausländische, ausschüttende und thesaurierende Fonds) mit Hilfe der sogenannten Vorabpauschale besteuert. Um für die steuerliche Belastung auf Fondsebene einen Ausgleich zu schaffen, bleibt ein Teil der Vorabpauschale steuerfrei. Bei einer Veräußerung werden die bereits versteuerten Vorabpauschalen berücksichtigt. ...weiterlesen

Änderungen bei Zahlungsdiensten

Ab dem 13. Januar 2018 werden europaweit einheitliche Regeln für den Zahlungsverkehr eingeführt. In diesem Zusammenhang haben die Banken ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst und in den vergangenen Monaten an ihre Kunden geschickt. So können Kunden beispielsweise künftig Drittanbieter, z. B. Anbieter von Apps, im Online-Banking beauftragen, Zahlungen vorzunehmen oder Kontoinformationen abzurufen. Betroffen sind Dienstleister, die gesetzlich anerkannt sind und der Bankenaufsicht durch die BaFin unterliegen. Kunden dürfen daher auch gegenüber diesen Diensten ihre PIN und TAN einsetzen. Daneben werden Verbraucher beim Missbrauch ihrer Bank- oder Kreditkarte entlastet. Sie müssen, solange die Karte noch nicht gesperrt ist, grundsätzlich nur noch i. H. v. 50 Euro für Verluste haften (bisher 150 Euro).

(Stand: 29.12.2017)

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